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Ausgewählte Buchpublikationen des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin

2013

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Jenseits der Therapie
Philosophie und Ethik wunscherfüllender Medizin
Eichinger, T. (2013)
Bielefeld: transcript

Perfektes Aussehen und ewige Jugend, Intelligenz und Kreativität, Kraft und Konzentration. All diese Wünsche soll und will die Medizin heute erfüllen. Ob Anti-Aging, Schönheitschirurgie, Neuroenhancement oder Gendoping – neben ihrem klassisch-therapeutischen Auftrag folgt ärztliche Hilfe zunehmend auch dem Ziel der Wunscherfüllung. Ganz ohne Krankheitsbezug und Indikationsstellung, als Medizin für Gesunde.

Nach einer philosophischen Untersuchung der Bedeutung von Wünschen und Bedürfnissen analysiert Tobias Eichinger die theoretischen Grundlagen wunscherfüllender Medizin. Er zeigt auf: Ärztliche Hilfe jenseits der Therapie kann zu erheblichen ethischen Problemen führen.

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Abschied von der freudigen Erwartung.
Werdende Eltern unter dem wachsenden Druck der vorgeburtlichen Diagnostik
Maio, G. (2013)
Waltrop: Manuscriptum

Immer häufiger ist die Schwangerschaft von Sorgen überschattet. Alles dreht sich um die Gesundheit des heranwachsenden Kindes. Befürchtete Gefahren und Risiken bedrängen die elterliche Vorfreude. Im Falle einer diagnostizierten Behinderung wird das Kind oft als Belastung oder sogar als Bedrohung für die Eltern und für die Gesellschaft empfunden. Aus den zunehmenden medizintechnischen Möglichkeiten, ungeborenes Leben auf Herz und Nieren zu prüfen, erwächst im Handumdrehen die elterliche Pflicht, »kein Risiko einzugehen«. Immer häufiger wird den werdenden Eltern die Entscheidung abverlangt, das Kind im Falle kritischer oder nicht eindeutiger Befunde »vorsorglich« abzutreiben.

Die ethische Grundannahme, daß jeder Mensch einzigartig ist und sein Leben unverfügbar sein muß, gerät immer mehr in die Defensive. Manchen gilt sie gar als antiquiert. Der hohe seelische Preis einer Entscheidung gegen ein behindertes Kind oder überhaupt gegen das ungeborene Leben sowie die gesellschaftlichen Folgen dieser Abwehrhaltung zeigen sich oft erst sehr viel später … Giovanni Maio plädiert deshalb eindringlich dafür, in jedem Leben die ihm eigene Kostbarkeit zu erkennen. Es geht ihm darum, der technisch-diagnostischen Machbarkeit nicht blind zu folgen, sondern in Demut und Behutsamkeit den Gabecharakter allen Lebens wiederzuentdecken.

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Kinderwunsch und Reproduktionsmedizin -
Ethische Herausforderungen der technisierten Fortpflanzung
Maio, G./Eichinger, T./Bozzaro, C. (Hg.) (2013)
Freiburg: Alber

Während früher die ungewollte Kinderlosigkeit als Schicksal angesehen wurde, verspricht die moderne Reproduktionsmedizin heute technische Abhilfe und suggeriert damit eine Machbarkeit, die auch neue Begehrlichkeiten weckt. Die Möglichkeiten, ungewollt kinderlosen Menschen zu eigenen Kindern zu verhelfen, haben sich in den letzten Jahren erheblich erweitert.

So versprechen Kinderwunschbehandlungen heute nicht nur heterosexuellen Paaren, die unter Unfruchtbarkeit leiden, medizinische Hilfestellung. Auch Alleinstehende, gleichgeschlechtliche Paare und Frauen nach der Menopause können sich durch die Inanspruchnahme von Samen- und Eizellspende, Leihmutterschaft oder Verfahren der Einfrierung von unbefruchteten Eizellen den Wunsch nach einem eigenen Kind erfüllen.

Damit reagiert die Reproduktionsmedizin mit ihren Angeboten nicht nur effektiv auf das Leiden der Betroffenen, sondern trägt auch dazu bei, dass sich ganz neue Formen der Elternschaft etablieren. Zudem gewinnen persönliche Bedürfnisse und individuelle Wünsche innerhalb der Gestaltung der Fortpflanzung einen immer größeren Stellenwert.

Doch damit werden zugleich tiefgreifende Überzeugungen vom Selbstverständnis des Menschen, vom Wert der Natürlichkeit sowie von Familien- und Beziehungsmodellen berührt. Wie ist damit umzugehen, dass der Einsatz reproduktionsmedizinischer Techniken und Verfahren zu ganz neuen Elternkonstellationen führen kann? Haben Kinder einen Anspruch auf junge Eltern? Auf heterosexuelle Eltern? Auf eindeutige Abstammung? Was bedeuten die neuen technischen Verfahren für den Begriff der Familie und den Wandel von Beziehungsformen?
 

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2012

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Macht und Ohnmacht des Wortes - Ethische Grundfragen einer personalen Medizin 
Maio, G. (Hg.) (2012)
Göttingen: Wallstein

Das Wort kann auch noch da heilsam sein, wo die Schulmedizin am Ende ist. Ein interdisziplinärer Blick auf die Bedeutung des Wortes in der Medizin.

Die moderne Medizin: sie setzt auf Naturwissenschaften, auf Technik, auf Reparatur. So als wäre die Krankheit allein ein Defekt, den es zu beheben gilt. Innerhalb einer solchen Konzeption von Medizin wird alle Kraft auf das Machen gerichtet und verkannt, dass dem kranken Menschen oft eher durch das Wort als durch Verrichtungen geholfen werden kann.
Worin liegt die Macht des Wortes in der Medizin, und wo seine Grenze? Dieses Buch gibt einen Einblick in die verschiedenen Facetten dieses Zusammenhangs, um so für eine Medizin zu sensibilisieren, die als humane Medizin sich nur als eine personale Medizin begreifen kann.
Dietrich von Engelhardt hat in seinem bisherigen Lebenswerk die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Behandlung des Patienten und einer ganzheitlichen Medizin im soziokulturellen Kontext unterstrichen und dem Wort eine besondere Bedeutung beigemessen. Ihm ist dieser Sammelband zum 70. Geburtstag gewidmet.
 

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Leben schaffen? Philosophische und ethische Reflexionen zur Synthetischen Biologie 
Boldt, J. / Müller, O. / Maio, G. (Hg.) (2012)
Paderborn: Mentis

Die Synthetische Biologie führt auf systematische Weise fort, was in der Gentechnik begonnen wurde: Die zielgerichtete Änderung und Optimierung zellulärer Funktionen auf molekularer Ebene. Waren diese Eingriffe in der klassischen Gentechnik jedoch beschränkt auf die Implementierung einzelner Gene und kurzer Gensequenzen in Wirtsorganismen, so werden in der Synthetischen Biologie ganze Genome einzelliger Organismen und deren Stoffwechsel- und Signalübertragungsprozesse zum Objekt des technischen Eingreifens.

Mit diesen neuen technischen Möglichkeiten verbindet sich ein breites Spektrum denkbarer Anwendungsfelder. Es reicht von Bakterien, die Wasserstoff produzieren, über Mikroorganismen zum Abbau von Schadstoffen in der Umwelt bis hin zu Viren, die maligne Zellen im menschlichen Körper aufspüren und deren Wachstum stoppen. Angesichts der Eingriffstiefe, mit der die Synthetische Biologie einfache Formen des Lebens zu ändern bestrebt ist, stellen sich jedoch auch grundlegende philosophische und ethische Fragen. Kann man im Hinblick auf die Synthetische Biologie von der »Erschaffung von Leben« sprechen? Sind künstlich hergestellte Lebewesen »living machines«? Was heißt es für unser immer auch normativ und lebensweltlich geprägtes Verständnis vom Leben, wenn wir Leben so grundlegend manipulieren können? Diesen Fragen, die bisher erst in Anfängen aufgeworfen worden sind, wird in diesem Band nachgegangen.

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Abschaffung des Schicksals?
Menschsein zwischen Gegebenheit des Lebens und medizin-technischer Gestaltbarkeit
Maio, G. (Hg.) (2012)
Freiburg: Herder

Schicksal - für die Medizin ist dies geradezu ein Fremdwort geworden. Denn im 20. Jahrhundert hat sich die Vorstellung durchgesetzt, dass wir nicht nur die Ausgestaltung, sondern auch die Grundbedingungen des Lebens selbst in der Hand haben. Doch dann wird ein Mitmensch bei scheinbar bester Gesundheit von einer unheilbaren Krankheit getroffen und lässt uns ratlos zurück.

Inwieweit das Schicksal doch unser Leben bestimmt und wie wir uns dazu verhalten, darüber diskutieren Mediziner, Philosophen und Theologen, u.a. Dietrich von Engelhardt, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Peter Gross, Daniel Hell, Bernd Hontschik, Rainer Marten, Eberhard Schockenhoff und Fritz von Weizsäcker.

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Mittelpunkt Mensch: Ethik in der Medizin
Ein Lehrbuch
Maio, G. (2012)
Stuttgart: Schattauer
 

Medizin ist keine angewandte Naturwissenschaft, sondern eine soziale Praxis im Dienste des Menschen. Weil die Heilkunst eine Form der Zuwendung zum ganzen Menschen sein sollte, ist sie damit unweigerlich auf eine ethische Reflexion ihres Handelns angewiesen. Doch was macht eine gute Handlung im Umgang mit kranken Menschen aus? Wie lässt sich eine differenzierte Ethik in der Medizin formulieren und begründen? Wie kann man sich orientieren angesichts oft kontroverser Wertüberzeugungen? Für eine solche Orientierung ist es wichtig, die Theorie mit der Praxis zusammenzuführen und die heutigen Problemlagen rückzubinden an ethisch-philosophische Grundfragen des Menschseins.

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2011

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Altwerden ohne alt zu sein?

Ethische Grenzen der Anti-Aging-Medizin
Maio, G. (Hg.) (2011)
Freiburg: Alber

Vom Traum der ewigen Jugend zum guten Altwerden

Die moderne Medizin ist längst nicht mehr nur Heilkunst, sondern immer mehr zugleich auch wunscherfüllender Dienstleistungsmarkt. Sinnbild für diesen Identitätswandel ist die so genannte „Anti-Aging-Medizin", die die Sehnsüchte vieler Menschen nach der ewigen Jugend bedient und kommerziell ausnutzt. Je mehr sich solche Angebote vom Kernanliegen der Medizin, Krankheiten zu verhindern oder zu behandeln entfernt, desto mehr werfen sie grundlegend anthropologische Fragen auf: Welche Bedeutung hat das Alter für das Menschsein? Wie könnte man ein anthropologisch fundiertes Konzept des guten Alterns formulieren? Was bedeutet es, wenn weite Teile der modernen Medizin das Konzept des guten Alterns auf die Kriterien der Fitness und Leistungsfähigkeit reduzieren? Welche anthropologischen Vorverständnisse verbergen sich hinter solchen Anti-Aging-Angeboten?

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Das Gehirn als Projekt.
Wissenschaftler, Künstler und Schüler erkunden unsere neurotechnische Zukunft
Müller, O. / Maio, G. / Boldt, J. / Mackert, J. (Hg.) (2011)
Freiburg/Berlin: Rombach

Das Gehirn ist zum Objekt technischer Zugriffe geworden. Neurotechnologien greifen tief in das Gehirn ein und ermöglichen neuartige Formen der Verschmelzung von Mensch und Maschine. Auf diese Weise können schwere Krankheiten behandelt werden. Gleichzeitig häufen sich aber auch die Stimmen derjenigen, die Gehirnleistungen gezielt optimieren wollen, um den Menschen leistungsfähiger zu machen. Das ist eine explosive Mischung: Das Gehirn wird zum Projekt für Gestaltungsabsichten aller Art. Was das für unseren Begriff vom Menschen und für seine Lebenswelt heißen kann, ist Thema dieses Buches. Neben Experten aus der Universität kommen auch Jugendliche, die das Thema in den nächsten Jahren zunehmend beschäftigen wird, sowie Autoren und Theaterschaffende zu Wort, die neue Denk- und Erfahrungsräume erschließen, um die Fragen zu formulieren, die im alltäglichen Betrieb verloren gehen. Entstanden ist – inhaltlich und stilistisch – ein Kaleidoskop von Perspektiven und Erfahrungen, das zum Weiterdenken einlädt.
 

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2010

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Ethik in Strukturen bringen
Denkanstöße zur Ethikberatung im Gesundheitswesen
Heinemann, W. / Maio, G. (Hg.) (2010)
Freiburg: Herder

Ethische Konflikte sind in unseren Krankenhäusern und Altenheimen unvermeidlich. Doch nach welchen Werten und Kriterien sollen Patienten/Bewohner, Angehörige, Pflegende, Ärzte und Institutionen gemeinsame Entscheidungen treffen? In den letzten Jahren haben an vielen Orten Ethik-Komitees ihre Arbeit aufgenommen. Anhand von vielen Praxisbeispielen zeigt dieses Buch, wie es ihnen gelingen kann, zwischen den verschiedenen Interessen zu vermitteln und zwischen den gegebenen Handlungsoptionen abzuwägen


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Zwischen Mensch und Maschine
Vom Glück und Unglück des Homo faber

Müller, O. (2010)
Berlin: Suhrkamp (edition unseld)

Mit seiner Technik formt der Mensch schon längst nicht mehr nur die äußere Natur, sondern auch sich selbst. Neben der biotechnologischen Manipulation des Genoms sind es zunehmend Neurotechnologien, mit denen der Mensch sein eigenes Selbst verändert und gestaltet. Mit dem therapeutischen Erfolg dieser Technologien stehen neurotechnologische Umbaumaßnahmen von Körper und Geist am Horizont, die auf die »Optimierung« des Menschen angelegt sind. Am Beispiel neuester technischer Zugriffsmöglichkeiten auf das menschliche Gehirn, geht Oliver Müller in seinem Essay der Frage nach, welche Auswirkungen Technisierungsprozesse auf unser Selbstsein und auf unser Selbstverständnis haben und haben könnten. Im Zentrum der Überlegungen stehen Formen der Selbstinstrumentalisierung, der Selbstverdinglichung und der Selbstcyborgisierung, die in der technisch veränderten Wahrnehmung der eigenen Person und in der Selbstanpassung an die Perfektion technischer Prozesse liegen. Die Chiffre des Homo faber erfaßt das Unglück, das im Fortschrittsglück des Immer-Besser-Werdens liegt.

 

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2009

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Synthetische Biologie
Eine ethisch-philosophische Analyse

Boldt, J. / Müller, O. / Maio G. (2009)
Bern: BBL

Die Synthetische Biologie hat, ähnlich wie die Physik und Chemie, nicht nur die Analyse, sondern auch den Nach- und Neubau ihrer Gegenstände zum Ziel. Mit der Vision von der Erschaffung neuer einzelliger Lebensformen rückt dieses sich gerade etablierende Forschungsfeld Lebendiges in den Bereich technischer Erzeugbarkeit. Dieser Band untersucht mögliche Folgen für unser Verständnis von Leben und für unser Verhältnis zu Leben. Metaphern wie «living machine» verdeutlichen, wie unklar der ontologische Status des neu geformten Lebendigen werden kann. Darüber hinaus wird der Schritt von der gentechnischen Manipulation zur Kreation neuer Lebensformen Konsequenzen für das menschliche Selbstverständnis haben.

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Das technisierte Gehirn
Neurotechnologien als Herausforderung für Ethik und Anthropologie

Müller, O. / Clausen, J. / Maio G. (Hg.) (2009)
Paderborn: Mentis

Die modernen Neurotechnologien sind eine Herausforderung für unsere ethische Reflexion. Als homo faber formte und formt der Mensch die Welt zwar schon immer nach seinen Vorstellungen. Mit den modernen Neurotechnologien wird der Mensch aber in besonderer Weise selbst das Objekt seines Technisierungs- und Gestaltungswillens. Die Technik kann immer tiefer in das Gehirn eindringen. Gleichzeitig werden durch immer genauere Kenntnisse neurophysiologischer Prozesse und Zusammenhänge zunehmend technische »Ersetzungen« von Gehirnleistungen möglich.

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Arzneimittel des 20. Jahrhunderts

Eschenbruch, N. / Balz, V. / Klöppel, U. / Hulverscheidt, M (Hg.) (2009)
Bielefeld: transcript

Arzneistoffe haben im 20. Jahrhundert die medizinische Praxis und das alltägliche Leben revolutioniert. Dieser Band führt in die Geschichte der Arzneistoffe des deutschsprachigen Raums ein. Die Beiträge stellen jeweils einen Stoff anhand eines markanten Jahres seiner Geschichte vor, wobei charakteristische historische Kontexte, wie z.B. die bundesdeutsche Aufbaugesellschaft, berücksichtigt werden. Wichtige Bezugspunkte sind die neuere Wissenschaftsgeschichte, die Kultur- und Sozialgeschichte sowie die Science and Technology Studies.

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2008

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Sein und Sollen
Philosophische Fragen zu Erkenntnis und Verantwortlichkeit

Boldt, J. (2008)
Würzburg: Ergon (Studien zur Phänomenologie und praktischen Philosophie 4)

In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die epistemologischen Grundannahmen einer Philosophie, wie sie von Sören Kierkegaard und Emmanuel Lévinas vertreten wird, als Bedingungen zu verstehen, unter denen die Annahme von Verantwortlichkeit für Handeln gerechtfertigt werden kann. Zu diesem Zweck wird im ersten Teil der Arbeit den Implikationen eines Modells konstatierenden Erkennens für das Verständnis von Handlung und Wirklichkeit nachgegangen. Außerdem wird gezeigt, dass die Annahme von Verantwortlichkeit in diesem Modell ein Fremdkörper sein muss. Zur Sprache kommen neben aktuelleren Beiträgen der analytischen Philosophie zur Debatte um Verantwortlichkeit die Ansätze von Hume, Kant und Hegel. Im zweiten Teil wird, Kierkegaard und Lévinas folgend, die Konzeption angewiesenen Erkennens eingeführt und in ihren Konsequenzen entfaltet. Diese Konzeption ermöglicht es so das Argumentationsziel der Erörterung , Verantwortlichkeit als zentralen Bestandteil unseres Wirklichkeitsverständnisses zu verankern.

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Die »Natur des Menschen« in Neurowissenschaft und Neuroethik
Clausen J. / Müller, O. / Maio, G. (Hg.) (2008)
Würzburg: Königshausen und Neumann

F.-J. Bormann: Die Natur des Menschen als Grundlage der Moral? Zur Relevanz des Naturbegriffs für die Bio- und Neuroethik Brain-Machine Interfaces A. Aertsen: Brain Machine-Interfacing durch implantierbare Elektroden beim Menschen T. Stieglitz: Neuroprothesen als Schnittstelle zum peripheren und zentralen Nervensystem: Ein- und Aussichten aus dem Blickwinkel der Biomedizinischen Technik J. Clausen: Gehirn-Computer-Schnittstellen: Ethisch-anthropologische Aspekte der Neuroprothetik Gernot Böhme: Pflichten gegen sich selbst: Zur Ethik leiblicher Existenz in der technischen Zivilisation Klinische Fragen A. Schulze-Bonhage: Entscheidungskonflikte in der präoperativen Diagnostik und epilepsiechirurgischen Behandlung G. Nikkhah: Empirie und Wissenschaft der funktionellen Neurochirurgie: Chancen, Risiken und Grenzen moderner Biotechnologie im Operationssaal K. Crone: Personale Identität als Orientierung bei Eingriffen ins menschliche Gehirn Optimierung von Gehirnleistungen M. Berger / C. Normann :Möglichkeiten pharmakologischen Neuroenhancements J. S. Ach: Nanotechnologie als Neuroenhancement: Möglichkeiten, Visionen und ethisch-anthropologische Aspekte W. Lesch: Gedächtnissteigerung als Gehirndoping ? Orientierung zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit O. Müller: Welche Orientierung gibt die »Natur des Menschen« in Grenzfragen des Neuroenhancements?

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Mensch ohne Maß?
Reichweite und Grenzen anthropologischer Argumente in der biomedizinischen Ethik

Maio, G. / Clausen, J. / Müller, O. (Hg.) (2008)
Freiburg: Alber

Die moderne Biomedizin eröffnet immer weitreichendere Möglichkeiten, den Menschen nicht nur zu heilen, sondern ihn auch nach individuellen Wünschen zu "verbessern". Das Gegebene braucht nicht mehr hingenommen zu werden, der Mensch macht sich zum Gestalter seiner selbst. Doch wo liegt das Maß dieses Selbstgestaltungspotentials? Was unterscheidet eine gute von einer problematischen Selbstgestaltung?
Der interdisziplinäre Sammelband untersucht, ob es aus dem Begriff des Menschseins selbst Antworten auf diese Fragen geben kann. Denn es ist die Aufgabe der Anthropologie, zu klären, welchen Begriff und welches Bild vom Menschen wir unserem Handeln zugrunde legen können. Und es gehört zu den Aufgaben der Medizinethik, die Grenzen des Handelns in der Biomedizin aufzuzeigen. Beides zusammen ermöglicht eine tiefere EInsicht in unser Selbstverständnis als Menschen angesichts rasant fortschreitender biomedizinischer Handlungsoptionen. Beides zusammen gibt Auskunft über das Maß des Menschen. 

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Schwierige Entscheidungen
Krankheit, Medizin und Ethik im Film

Schmidt, K. / Maio, G. / Wulff, H.J. (Hg.) (2008)
Frankfurt am Main: Haag Herchen

 

 

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2007

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Nursing Stories
Life and Death in a German Hospice

Eschenbruch, N. (2007)
Oxford: Berghahn (New Directions in Anthropology 27)

At a time, when the section of the older population is increasing in all western societies, more and more attention needs to be paid to the growing number of people who live with and die of drawn-out terminal illnesses, cancer being one of the most common ones. This study focuses on terminally ill people in a German hospice and addresses the question, how meaningful experience is constructed for these patients in an attempt to preserve their dignity as persons. It is based on detailed and sometimes moving material from diary texts and active participation of the author in the role of a nurse, which allowed him to watch closely the behaviour of patients and nurses in routine situations and to look at the underlying emotions, values, and assumptions within such interaction. This book goes well beyond this particular case and reaches conclusions about death narratives that are significant for the social sciences more generally.

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Der Status des extrakorporalen Embryos
Perspektiven eines interdisziplinären Zugangs

Maio, G. (Hg.) (2007)
Bad Cannstadt: Frommann-Holzboog

Die zunehmende Verfügbarkeit und Manipulierbarkeit des menschlichen Embryos wirft in den verschiedensten Kontexten der Medizin die Frage nach einem angemessenen Umgang damit auf. Um dies näher zu klären, hat sich das vom Bundesforschungsministerium geförderte Freiburger Verbundprojekt »Der Status des extrakorporalen Embryos« zur Aufgabe gemacht, diese Grundfrage in einer interdisziplinären Herangehensweise zu bearbeiten. Der Band trägt die wesentlichen Ergebnisse des großangelegten Projektes zusammen, stellt aus interdisziplinärer Perspektive die Frage nach dem ontologischen, moralischen und juristischen Status des extrakorporalen Embryos, diskutiert Kriterien für die normative Bedeutung dieses Status und entwickelt Regelungsvorschläge für die nationale und internationale Gesetzgebung.

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2006

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Kierkegaards „Furcht und Zittern“
als Bild seines ethischen Erkenntnisbegriffs
Boldt, J. (2006)
Berlin/New York: Walter de Gruyter

Interpretation des provokantesten Werkes Kierkegaards, in dem der dänische Philosoph die biblische Erzählung der Opferung Isaaks zum Inbegriff des Glaubens macht.

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2005

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Sorge um die Vernunft
Hans Blumenbergs phänomenologische Anthropologie

Müller, O. (2005)
Paderborn: mentis

In diesem Buch wird erstmals der Versuch unternommen, der Vielfalt des Blumenberg’schen Denkens gerecht zu werden, indem zum einen alle Schriften – auch unbekannte Aufsätze, die Dissertation und Habilitationsschrift – zu Rate gezogen werden und indem zum anderen über einen kulturanthropologischen Ansatz eine durchgehende Fragestellung im ausufernden Werk Blumenbergs verfolgt wird. Blumenberg wurde des Öfteren kritisiert, dass er zu rhapsodisch und unsystematisch schreibe und dass seinen Schriften ein tragfähiges Fundament fehle. Oliver Müller geht diesem Vorwurf nach und untersucht, auf welchen Säulen Blumenbergs Denken ruht und an welchen Stellen diese Säulen baufällig sind. Dabei zeigt er einerseits, dass Blumenberg – dessen Denken in den metaphysischen Ruinen nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzt – nur vor dem Hintergrund von Husserls und Heideggers Philosophie zu verstehen ist. Andererseits macht Müller deutlich, inwiefern Blumenberg seine Philosophie an die Philosophische Anthropologie, vor allem an Cassirer und Gehlen, anschließt – was bei Blumenbergs Denken eine sorgfältige Rekonstruktionsarbeit verlangt. Der panoramische Blick auf das Gesamtwerk macht deutlich, dass der Skeptiker Blumenberg immer um einen Begriff der Vernunft ringt und dass seine Theorie – hier kann man den Metaphorologen mit seinen eigenen Mitteln zu erfassen suchen – im Bild des Sehens, des Gesehenwerdens und der Vernunft als Zuschauerin ihres eigenen Schiffbruchs zu sich selbst kommt. So verbinden sich die anthropologischen und vernunfttheoretischen Überlegungen dieses Buches in dem Begriff des „homo spectator“.

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Institut für Ethik und Geschichte der Medizin

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